Einführung
Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) möchte alle Interessierten über das Berufsbild »Informatikerin« informieren und die in der Öffentlichkeit vorhandenen Vorurteile widerlegen.
Informatik heißt nicht, sich nur mit dem Computer zu beschäftigen, sie bietet vielmehr einen abwechslungsreichen Arbeitsablauf. Kaum ein Fachgebiet kommt heute mehr ohne InformatikerInnen aus. InformatikerInnen strukturieren und analysieren Probleme aus unterschiedlichen Bereichen. Sie entwickeln Software-Syteme und koordinieren Projekte.
Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen (maschinellen) Verarbeitung verschiedener Informationen, besonders der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Computern, Prof. W. Coy bezeichnet die Informatik als die Wissenschaft von der Analyse von Arbeitsprozessen und ihrer konstruktiven, maschinellen Unterstützung. Nicht die Maschine, sondern die Organisation und Gestaltung von Arbeitsplätzen steht als wesentliche Aufgabe im Mittelpunkt der Informatik. Die Gestaltung der Maschinen, der Hardware und der Software ist dieser primären Aufgabe untergeordnet. Informatik ist also nicht
»Computerwissenschaft«.
Informatik ist die Grundlage großer Informations- und Kommunikationssysteme, sie verbindet Technik und Naturwissenschaft mit den Geisteswissenschaften.
Die Grundlage großer Informations- und Kommunikationssysteme – das ist Informatik.
Möchte ich verschiedene Informationen systematisch und maschinell verarbeiten, dann brauche ich die Informatik. Die Globalisierung und zunehmende Internationalisierung eines Unternehmens willst du mit tragen? Dann bist du gut beraten, einen Studiengang der Informatik zu wählen. Arbeitszeitverkürzungen, Serviceverbesserungen, Humanisierung der Arbeitswelt, Energieeinsparungen und vieles mehr kannst du bewirken, indem du in einem Bereich der Informatik arbeitest.
- Frauen haben Angst vor Technik?
- Männer haben die größere Mathematik-Kompetenz?
- Informatik interessiert junge Frauen nicht?
- Bei den Wirtschaftswissenschaften sind sie gerade noch »so« für »Controlling« und »Vertrieb« geeignet?
- Das alles glaubt doch wohl so recht niemand ?!!??
- Wissen die jungen Abiturientinnen denn überhaupt so genau, was hinter »Informatik« steckt? Was INFORMATIK eigentlich genau ist?
Dass diese landläufigen Meinungen gar nicht stimmen:
- Informatik = Computer programmieren und reine Computerarbeit
- Informatikerinnen arbeiten mit Maschinen statt mit Menschen
- Informatiker müssen einen Computer zusammenbauen können &
- Informatikstudenten = Mathegenies
Viele Branchen locken mit tollen Angeboten. Branchen, die z. B. mit Medizin, Betriebs- oder Wirtschaftswissenschaften, Sicherheitsservice, Biochemie, Bioinformatik, Jura, Medien zu tun haben. Immer mehr Firmen haben bemerkt, dass Frauen im Entwicklungsbereich oft kreativere, praktischere und anwenderfreundlichere Lösungen finden als Männer.
Informatik-Berufe haben große Flexibilisierungspotenziale bezogen auf die Arbeitszeiten und auf den Arbeitsort. Der ideale Beruf für Frauen, die eine Familie gründen möchten. Weißt du, dass auch in Deutschland endlich Tele- und Heimarbeitsplätze auf dem Vormarsch sind und dass besonders einige Informatik-Berufe sich dazu eignen, um Familie und Beruf »unter einen Hut zu bringen«? Spezielle Projekte sind sehr gut in einer anderen als der Umgebung eines Softwarebüros zu erledigen.
Oder kennst du »desk-sharing«? Da in vielen Firmen immer wieder Sonderbedarf an Personal besteht, ist das Thema Zeitarbeit aus der Informatik-Branche nicht wegzudenken. Doch auch, wer an eine internationale Karriere denkt, der hat die allerbesten Chancen mit diesem Studium.
Möchtest du dein eigener »Herr« sein, unternehmerischen Mut und Risikobereitschaft beweisen? Dann steht dir ein Tageshonorar von ca. EURO 900,00 im Informatik-Beruf zu. Eine große Anzahl von Förderprogrammen hilft dir, dich selbstständig zu machen.
Die Gesellschaft für Informatik möchte die Schwellenangst der jungen Frauen vor der Technik, vor der Informatik abbauen helfen. Das geht nur durch Information, Information und noch mal Information und außerdem: Schnupperstudien, Tage der offenen Tür, Mädchen-Technik-Tage und andere aus dem Internet leicht herauszufindenden Aktionen bieten dir die Universitäten und Fachhochschulen an. Viele in- und ausländische Firmen freuen sich auf dich als Praktikantin. Warum schnupperst du dich nicht ganz langsam in die Materie hinein, probier doch alles aus, was angeboten wird.
Du wirst bestimmt nicht dümmer dadurch und es kostet nichts. Geh einfach einmal in eine Universität und erkundige dich bei der Studienfachberatung nach Anfängervorlesungen und Praktika. Du bekommst Kontakte zu Studierenden und Professorinnen. Außerdem helfen dir gerne die »Alumni« (Absolventen der verschiedenen Studiengänge an den Universitäten, die sich zusammengeschlossen haben).
