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Medizininformatik


Claudia Weinberger

  • Geboren 1972
  • Abitur 1990
  • 1990 - 1995 Informatikstudium mit Nebenfach Medizin
  • Abschluss des Studiums mit Diplom als Informatikerin mit Anwendungsfach Medizin-Informatik
  • 1996 - 2001 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an einem Institut für Medizinische Informatik an der Universität Göttingen
  • 2001 Promotion im Anwendungsgebiet der Medizininformatik
  • seit 9/2001 Mitarbeiterin bei einer Firma, die Krankenhaus-informationssysteme entwickelt und vertreibt; kontinuierliche Fortbildung über das Internet und mit speziellen Fortbildungslehrgängen

Die Medizininformatik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Medizin und Gesundheitsversorgung der Zukunft. Sie unterstützt bei der Vorbeugung vor Krankheiten ebenso wie bei Diagnostik, Therapie und Rehabilitation kranker Menschen. Dazu entwickelt die Medizininformatikerin z.B. Verfahren zur Signal- und Bildverarbeitung oder der computerunterstützten Therapieplanung, -überwachung und -durchführung.

In dem interdisziplinären Fach beschäftigt man sich mit Analyse, Synthese und Katalyse von Prozessen und Systemen der Information, Kommunikation und Informierung im Gesundheitswesen. Zur Medizininformatik gehören Grundlagen- und angewandte Forschung, Ingenieurleistung, vielfältige Kooperation, Beratung, Planung und Management von Fragen wie z.B.

  • Wie bekommt jemand seriöse Informationen zu Fragen nach Krankheit und Gesundheit?
  • Wie entstehen lebenslange Gesundheits- und Krankenakten für die betroffenen Personen und die sie Behandelnden?
  • Wie werden diese Datenbestände gesichert und verwaltet?
  • Welche Befunde (Labor, Röntgen, Nuklearmedizin, Sonographie, Endoskopie usw.) sollen von den Untersuchenden für die Kranken gespeichert werden?

Dazu ist ein intensiver Informationsaustausch zwischen Personen, die anbieten oder forschen und denen, die anwenden, notwendig; also die umfassende Information und Kommunikation zwischen der Medizininformatikerin und dem ärztlichen Personal. Doch auch die Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger z. B. durch Patienteninformierungssysteme, Gesundheitserziehung und Gesundheitsaufklärung, elektronische Kranken- und Gesundheitsakte gehören dazu.

 

Um diese Aufgaben fachgerecht zu erfüllen, ist die Medizininformatikerin interdisziplinär und praxisorientiert ausgebildet. Sie braucht eine medizin-theoretische Basisausbildung, die ihr ermöglicht, mit Fachleuten aus der medizinischen Arbeitswelt zu kommunizieren. Außerdem ist sie »Profi« für Entwicklung, Einführung und Betrieb komplexer Computerverfahren. Die besten Voraussetzungen dafür sind gute Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaften sowie Interesse an Medizin.

 

Themen, mit denen sich die Medizininformatikerin auseinandersetzt, können sein:

  • Informationsverarbeitung im Krankenhaus, in der Pflege etc.
  • Medizinische Bildverarbeitung
  • Telemedizin
  • Wissensbasierte Systeme zur Entscheidungshilfe beispielsweise in der Diagnostik
  • Informatik in der Molekularbiologie
  • Chipkarten und Datenschutz in Gesundheitswesen
  • Medizinische Dokumentation und Klassifikation
  • Archivierung von Krankenunterlagen